
Kirche aus der Árpáden-Zeit (Egregy)
Die Kirche mit der ältesten Vergangenheit in Hévíz ist die aus dem 13. Jahrhundert stammende Kirche aus der Árpáden-Zeit, die sich im Stadtteil Egregy befindet.
Der genaue Zeitpunkt des Baus der Kirche ist nicht bekannt; sie wurde vermutlich um die Mitte des 13. Jahrhunderts errichtet. Erstmals erwähnen sie schriftliche Aufzeichnungen 1341. Das Gebäude wurde im 16.–17. Jahrhundert stark beschädigt und später in der Barockzeit, 1731, renoviert. Glücklicherweise wurden beim Umbau nur die notwendigsten Dinge ausgebessert, sodass die mittelalterliche Form der Kirche erhalten blieb. Bei dieser Renovierung entstanden die inneren und äußeren Zierbemalungen sowie die Erhöhung des Kirchenschiffs, und auch die Gewölbe wurden ergänzt. Die erste Schutzheilige der Kirche war die hl. Katharina von Alexandrien. Nach dem Wiederaufbau wurde sie neu geweiht, und ihre neue Schutzheilige wurde die hl. Magdalena. Danach wurde die Kirche noch mehrmals restauriert: 1860, 1912, 1964–65, 1990 und 1991 sowie zuletzt 2015.
An der Südseite finden wir eine dort durchgebrochene barocke Tür. Das Gewölbe des Turms wurde im 18. Jahrhundert erneuert, an ihn schließt sich ein rechteckiges Kirchenschiff an. Im Inneren der Kirche ist das einzige Zier- und raumbereichernde Element die Nischenreihe an der Nordwand.
Wichtig ist, die Wandmalerei der Kirche zu erwähnen. Sie ist nicht mittelalterlichen Ursprungs, aber ein prächtiger Beweis für die architektonische Bereicherung der Kirche. Sie zeigt die Achtung vor dem volkstümlichen Formenschatz. Im Inneren des Gebäudes befinden sich ein Fragment eines Taufbeckens aus der romanischen Zeit sowie ein mittelalterliches Weihekreuz.
Die Kirche hat einen geraden Altarraum, ist einschiffig und geostet, und ihre Raumstruktur ist leicht überschaubar. Ihr Turm hat drei Geschosse und eine reiche Gestaltung; auf den Ebenen öffnen sich zweifache und dreifache Zwillingsfenster. Den Turm schließt ein Helm (csűrlős sisak) ab, der von acht Holzbalken versteift wird.
Was seine Grundlagen betrifft, hat es vor allem die Formen der Holzarchitektur bewahrt. An den Außenflächen sind die gemalten Verzierungen und die eingeritzten Formen erhalten geblieben.

