
Buddhistischer Stupa
Bop Jon (Jin Soo Lee), ein südkoreanischer buddhistischer Mönch, beschloss, in Ungarn oder in Tschechien ein Buddha-Heiligtum zu errichten, das das Symbol des Friedens, des Glücks und der Erleuchtung verkörpert. Er entschied sich für unser Land und suchte im Balaton-Oberland nach dem geeigneten Ort. Auch nach langem Suchen fand er keinen Ort, an dem die Bevölkerung das „heilige" Gebäude einer asiatischen Religion beruhigend akzeptiert hätte. Nach den Wahlen im Oktober 1990 bot der Bürgermeister des Dorfes den Bau des Stupas auf dem Verwaltungsgebiet von Zalaszántó an.
Dem ging jedoch eine topografische Forschungsarbeit voraus, die ergab, dass auf dem Berg namens Világosvár zuvor keine Völker anderer Kulturen gebaut und kein Erbe hinterlassen hatten. Auch der Bischof von Veszprém nahm den Bau des Heiligtums zur Kenntnis und akzeptierte ihn.
Dem Bau ging etwa ein Jahr zuvor eine Zeremonie voraus, bei der man die Seele der Erde suchte und dadurch den Standort des Stupas festlegte; dann begann mit der herzlichen Unterstützung des ungarischen Staates der Bau des Stupas.
Die Baukosten kamen vor allem aus den Spenden des südkoreanischen Volkes sowie aus den Spenden der österreichischen Menschen zusammen (etwa 40 Millionen Forint). Die Ausführung übernahmen Ungarn. In dem Bauwerk mit 24 Metern Durchmesser und 30 Metern Höhe wurde eine irdische Reliquie Buddhas untergebracht, die aus dem tibetischen Potala-Palast nach Indien gelangte – an den Verbannungsort des jeweiligen Dalai Lama – und von dort in die buddhistische Schule in die Schweiz kam.
Der Bürgermeister vergewisserte sich bereits zu Beginn, dass das Heiligtum mit Wissen des Dalai Lama errichtet wird. Sie trafen sich sogar in Wien, und dank der geschickten Diplomatie wurde das für den Weltfrieden errichtete Gebäude persönlich vom 14. Dalai Lama (Tendzin Gyatso) am 17. Juni 1993 eingeweiht.

