
Herz-Jesu-Kirche
Auf dem Weg zur Weinkellerzeile können wir die von vielen auch „grüne Kirche" genannte Herz-Jesu-Kirche in Egregy sehen. Die Kirche wurde nach den Plänen des Architekten János Bocskai erbaut. Der Glockenturm entstand zu Beginn des 20. Jahrhunderts, das Kirchenschiff 1994–95.
Der Glockenturm war ursprünglich zweigeschossig und wurde 1905 erbaut; das dritte Geschoss wurde 1937 angebaut. Der Turm wurde im neuromanischen Stil errichtet, seine Fenster sind Zwillingsfenster, und er beherbergt eine kleine und eine große Glocke. Die kleine Glocke wurde 1905 zu Ehren der Maria Magdalena gegossen. Die große Glocke ließ die Gemeinde Egregy 1937 zum Gedenken an ihre Heldentoten gießen. Zum Gedenken an die im Ersten Weltkrieg Gefallenen sind die 16 Heldentoten auf der Steintafel in der Mitte der Turmverkleidung verzeichnet. Zu ihrem Andenken wurden neben dem Turm auch 16 Lindenbäume gepflanzt, an deren Fuß je ein Grabmal aus Holz, in das die Namen sowie die Geburts- und Todesdaten eingeschnitzt wurden. Von den gepflanzten Bäumen stehen heute nur noch 6. Auch zu Ehren der Toten des Zweiten Weltkriegs wurde eine Gedenktafel an der Wand des Glockenturms angebracht, auf der auch die Namen der gefallenen jungen Menschen von Egregy stehen. Später wurde die Tafel in den Kirchgarten verlegt.
Mit dem Bau des Kirchenschiffs wurde 1994 nach den Plänen von János Bocskai begonnen. Geweiht wurde es dann am 22. April 1995 von Dr. Gáspár Ladocsi, Brigadegeneral und Militärbischof.
Die Kirche wird auch „Fradi-Kirche" genannt, da der Ferencvárosi Torna Club die Errichtung maßgeblich unterstützte. Die enge Verbindung zum Verein zeigt sich in der Innengestaltung an den Farben Weiß und Grün sowie an der kleinen Gedenkecke.

